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Frequently Asked Questions

1. Welche Projekte werden von Climate Austria unterstützt?

 

Mit Ihrem Beitrag unterstützt Climate Austria Klimaschutzprojekte in Österreich und in Entwicklungs- und Schwellenländern. Climate Austria stellt dabei sicher, dass Ihre Gelder ausschließlich in Klimaschutzprojekte fließen, die zur Vermeidung von Treibhausgas-Emissionen beitragen. So fördert Ihr Beitrag beispielsweise Maßnahmen im Bereich erneuerbare Energien - wie Wasser, Biomasse, Wind- und Solarenergie - sowie im Bereich Energieeffizienz. Beispielhafte Projektbeschreibungen finden Sie unter Projekte.


2. Welchen Standards unterliegen die Klimaschutzprojekte von Climate Austria?


Alle Klimaschutzprojekte werden nach strengen Standards ausgewählt. Bei der Auswahl der österreichischen Klimaschutzprojekte kommen sowohl bei der Projektbeurteilung als auch beim Monitoring jene Kriterien zur Anwendung, die dem Standard der inländischen Umweltförderung des österreichischen Bundesministeriums für Landwirtschaft, Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft entsprechen. Mehr Informationen zu diesem Standard finden Sie unter http://www.publicconsulting.at/de/portal/umweltfrderungen/.

 

Bei der Auswahl und dem Monitoring von internationalen Klimaschutzprojekten kommt der unter dem Kyoto-Protokoll international anerkannte Standard des sogenannten „Clean Development Mechanism" (CDM) zur Anwendung. Mehr Informationen dazu finden Sie unter anderem auf der offiziellen Webpage der Klimarahmenkonvention http://cdm.unfccc.int/index.html.


Unter Climate Austria haben weiters jene Klimaschutzprojekte Priorität, die über die Einsparung von Emissionen hinaus weitere positive ökologische und sozioökonomische Nebeneffekte aufweisen. Die Richtlinien von Climate Austria in Bezug auf österreichische und internationale Klimaschutzprojekte finden Sie unter http://www.climateaustria.at/de/home/projekte/projektstandards/.


3. Warum Klimaschutzprojekte in Österreich?


Zur Eindämmung der Klimaerwärmung ist es grundsätzlich egal, wo auf der Welt klimawirksame Emissionen eingespart werden. Nachdem die Pro-Kopf Emissionen von Industriestaaten jedoch bei weitem über den Pro-Kopf Emissionen von Entwicklungs- und Schwellenländern liegen, kann eine nachhaltige Eindämmung des menschlich verursachten Klimawandels nur mit einer weitergehenden Reduktion von Emissionen in den Industriestaaten Erfolg haben. Angebote für freiwillige Klimaschutzmaßnahmen wie die CO2-Kompensation unter Climate Austria tragen neben der nachweislichen Einsparung von CO2-Emissionen durch die erhöhte Sichtbarkeit der in Österreich unterstützten Klimaschutzprojekte insbesondere auch zur Bewusstseinsbildung einer breiten Bevölkerungsschicht mit den Auswirkungen alltäglichen und unternehmerischen Handelns auf unser Klima und den Möglichkeiten von Vermeidungs- und Einsparungsmaßnahmen bei. Mit der Unterstützung österreichischer Klimaschutzprojekte tragen Sie dazu bei, dass mehr inländische Klimaschutzprojekte umgesetzt werden. Gleichzeitig leisten Sie damit auch einen Beitrag zur Verbesserung der österreichischen Umweltsituation und zur österreichischen Wertschöpfung.

 

Um sowohl dem Anspruch auf Solidarität und Unterstützung der am meisten vom Klimawandel betroffenen Länder als auch dem Anspruch auf weitergehende Reduktionsmaßnahmen in Industriestaaten gerecht zu werden, bietet Ihnen Climate Austria die Möglichkeit frei zu wählen, ob Sie mit Ihrem Beitrag Klimaschutzprojekte in Österreich oder in Entwicklungs- und Schwellenländern unterstützen möchten.


4. Warum Klimaschutzprojekte in Entwicklungsländern?

 

Entwicklungsländer sind von den negativen Auswirkungen des Klimawandels oft am stärksten betroffen, die Pro-Kopf Emissionen liegen jedoch weit unter den Pro-Kopf Emissionen von Industriestaaten. Klimaschutzprojekte in Entwicklungs- und Schwellenländern leisten einen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung dieser Länder und erhöhen die Lebensqualität der lokalen Bevölkerung insbesondere durch die Schaffung von Arbeitsplätzen und der Vermeidung von lokaler Umweltverschmutzung. Weiters können Sie zum Transfer von umweltfreundlicher Technologie nach einem westlichen Stand der Technik beitragen. Um sowohl dem Anspruch auf Solidarität und Unterstützung der am meisten vom Klimawandel betroffenen Länder als auch dem Anspruch auf weitergehende Reduktionsmaßnahmen in Industriestaaten gerecht zu werden, bietet Ihnen Climate Austria die Möglichkeit frei zu wählen, ob Sie mit Ihrem Beitrag Klimaschutzprojekte in Österreich oder in Entwicklungs- und Schwellenländern unterstützen möchten.


5. Ist meine Unterstützung ein Teil der Anstrengungen Österreichs, sein Kyoto-Ziel zu erreichen?

 

Wenn Sie Ihren Beitrag österreichischen Klimaschutzprojekten widmen, tragen Sie zur Vermeidung von Emissionen in Österreich bei. Österreich hat sich unter dem Kyoto-Protokoll verpflichtet, seine Emissionen bis Ende 2012 um 13% im Vergleich zum Referenzjahr 1990 zu reduzieren. Der Großteil dieser Verpflichtungen soll durch Maßnahmen in Österreich erreicht werden, so beispielsweise durch die inländische Umweltförderung des österreichischen Bundesministeriums für Landwirtschaft, Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft. Einen Teil der Reduktionsverpflichtungen tragen österreichische Industrie- und Energieunternehmen unter dem Europäischen Emissionshandelssystem.

 

Mit Ihrem freiwilligen Beitrag ergänzen Sie die bereits bestehenden Maßnahmen zur Kyoto-Zielerreichung, es werden jedoch keine von Österreich oder österreichischen Unternehmen versprochenen Maßnahmen verdrängt. Climate Austria stellt dies insbesondere dadurch sicher, dass mit Ihrem Beitrag ausschließlich Klimaschutzprojekte in Sektoren unterstützt werden, die nicht dem Europäischen Emissionshandel unterliegen. Die mit Ihrem Beitrag unterstützten Klimaschutzprojekte sind somit nicht direkt für die Kyoto-Zielerreichung anrechenbar. Sie werden allerdings indirekt in der österreichischen Treibhausgasbilanz wirksam. So gehen beispielsweise Maßnahmen zur Reduktion von fossilen Brennstoffen, wie Energieeffizienzmaßnahmen zur Reduktion von Heizöl im privaten oder betrieblichen Bereich, über die Verkaufsbilanzen der Mineralölunternehmen in die österreichische Treibhausgasbilanz ein. Weiters stellt Climate Austria durch die gewählten Kriterien und Standards zur Auswahl und Unterstützung der österreichischen Projekte sicher, dass keine Konkurrenz zwischen staatlichen Fördermaßnahmen und der freiwilligen CO2-Kompensation entsteht und nationale Maßnahmen somit tatsächlich ergänzt und nicht ersetzt werden. Climate Austria setzt somit erstmals einen hochwertigen Standard für freiwillige Initiativen auch in Staaten mit einem verpflichtenden Reduktionsziel unter dem Kyoto-Protokoll.


6. Ist mein Beitrag entscheidend für die Umsetzung der Klimaschutzprojekte?

 

Ja, Ihr Beitrag ist entscheidend für die Umsetzung der Klimaschutzprojekte, sowohl in Österreich als auch international. Österreichische Projekte müssen dazu den strengen Standards der inländischen Umweltförderung des österreichischen Bundesministeriums für Landwirtschaft, Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft entsprechen. Diese stellen insbesondere sicher, dass nur solche Projekte gefördert werden, die ohne diesen zusätzlichen finanziellen Anreiz nicht umgesetzt werden würden. Alle diese Projekte sind auch in dem Sinne zusätzlich, als dass sie nicht aufgrund gesetzlicher Umweltauflagen ohnehin verpflichtend umzusetzen wären. Climate Austria stellt zudem sicher, dass keine Doppelförderung der Projekte in dem Sinne entsteht, als dass ein Projekt sowohl eine staatliche Unterstützung als auch eine Unterstützung durch Ihren Beitrag bekommt. Über den von Climate Austria gewählten Portfolioansatz können auch Projekte mit hohen Vermeidungskosten pro Tonne CO2 umgesetzt werden. Bei internationalen Klimaschutzprojekten wird die Zusätzlichkeit der Projekte für die Projektumsetzung durch die Standards des Kyoto-Protokolls für Projekte in Entwicklungs- und Schwellenländern sichergestellt und von den Organen der Klimarahmenkonvention in Bonn überprüft. Climate Austria unterstützt ausschließlich Klimaschutzprojekte, die diesen Test bereits erfolgreich bestanden haben.


7. Wie lange laufen die unterstützten Projekte?

 

Klimaschutzprojekte tragen über ihre gesamte Lebensdauer zur Vermeidung von Emissionen bei. Die Berechnung der eingesparten CO2-Emissionen bei österreichischen Klimaschutzprojekten folgt daher im Einklang mit den Kriterien der inländischen Umweltförderung des österreichischen Bundesministeriums für Landwirtschaft, Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft über die gesamte Lebensdauer der mit Ihrem Beitrag unterstützten Projekte. Die EU- und österreichweit vorgeschriebenen hohen Umweltstandards rechfertigen diesen im Vergleich zu internationalen Klimaschutzprojekten verlängerten Anrechnungszeitraum der CO2-Reduktionen.

 

Bei internationalen Klimaschutzprojekten unter dem Kyoto-Protokoll ist der vorgeschriebene Anrechnungszeitraum für die durch die Projekte eingesparten CO2-Emissionen kürzer. Dies soll sicherstellen, dass auch bei Klimaschutzprojekten in Entwicklungs- und Schwellenländern die unterstützen Maßnahmen über die Zeit hinweg nicht ohnehin gesetzlich vorgeschrieben oder „Business as Usual" werden und ihre Zusätzlichkeit und Freiwilligkeit verlieren. Internationale Klimaschutzprojekte unter dem Kyoto-Protokoll müssen daher nach Ablauf des Anrechnungszeitraumes erneut eine Validierung durch ein externes Prüfunternehmen bestehen, das die weitere Gegebenheit der Zusätzlichkeit der Projekte bestätigt.


8. Wird Climate Austria von einer unabhängigen Instanz überprüft?

 

Die Verwendung Ihrer Beiträge durch die Kommunalkredit Public Consulting GmbH für Climate Austria wird in Jahresberichten offengelegt und von unabhängigen Wirtschaftsprüfern auf ihre Richtigkeit als auch im Hinblick auf eine widmungsgemäße und effiziente Verwendung überprüft. Auch die Einhaltung der garantierten Qualitätsstandards für österreichische und internationale Klimaschutzprojekte wird regelmäßig von unabhängigen externen Evaluatoren überprüft. So können Sie sicher sein, dass die Kommunalkredit Public Consulting GmbH als Abwickler von Climate Austria die angegebenen Standards in Bezug auf die Qualität der Klimaschutzprojekte sowie in Bezug auf eine widmungsgemäße und effiziente Mittelverwendung auch tatsächlich umsetzt.

 

Die CO2-Einsparung bei österreichischen Projekten wird von den Expert/innen der Kommunalkredit Public Consulting im Einklang mit den bewährten Kriterien des österreichischen Bundesministeriums für Landwirtschaft, Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft für die inländische Umweltförderung ermittelt. Die Kommunalkredit Public Consulting hat langjährige Erfahrung mit der treuhändigen Abwicklung von öffentlichen Mitteln zur Förderung von Klimaschutzprojekten und einen von Wirtschaftsprüfern und vom österreichischen Rechnungshof testierten track record für die ordnungsgemäße Anwendung von Projektauswahl- und Beurteilungskriterien sowie eine exzellente Fördereffizienz. Nichtsdestotrotz ist die ordnungsgemäße Ermittlung des Umwelteffekts im Einklang mit den genannten Kriterien der inländischen Umweltförderung ebenfalls Teil der regelmäßigen externen Überprüfung. Im Gegensatz zu internationalen Klimaschutzprojekten werden die durch Ihren Beitrag durch österreichische Klimaschutzprojekte erzielten Einsparungen an CO2 nicht in handelbaren Zertifikaten verbrieft. Ihr Beitrag wird erst nach erfolgreicher Projektumsetzung an die österreichischen Projektbetreiber ausbezahlt, über eine verpflichtende Endabrechnung haben wir Kontrolle über die tatsächliche Projektumsetzung.

 

Bei internationalen Klimaschutzprojekten werden die durch Ihren Beitrag unterstützten CO2-Reduktionen regelmäßig von dazu von der Klimarahmenkonvention akkreditierten externen Prüfunternehmen verifiziert und zertifiziert. Ihr Beitrag wird erst nach Entgegennahme der zertifizierten Emissionsreduktionen durch die Kommunalkredit Public Consulting GmbH für Climate Austria an die internationalen Projektbetreiber ausbezahlt.

 

Die Qualitätssicherung unter Climate Austria auf strategischer Ebene erfolgt durch ein Steering Committee unter Einbeziehung von Vertreter/innen des österreichischen Bundesministeriums für Landwirtschaft, Forstwirtschaft, Umwelt- und Wasserwirtschaft.